Mit dem Sonderzug auf die Höhen des Westerwaldes!
Mit dem Sonderzug auf die Höhen des Westerwaldes!
Hoffen und warten hieß am Samstag die Devise, schuld war das Orkantief „Emma“. Auf zahlreichen Strecken der Bahn hatte der Sturm zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr geführt, so war bis Samstagabend 19:00 Uhr nicht klar, ob die für Sonntag geplante Sonderzugfahrt tatsächlich stattfinden kann.
52 8106 imWesterwald
Aber am Sonntagmorgen um 06:40 war es dann doch soweit, pünktlich startet der erste Sonderzug der Eisenbahnfreunde Treysa e.V. in die neue Saison. Die Fahrt ging über Neustadt, Marburg, Gießen und Limburg mit verschiedenen Zwischenhalten in die Höhen des Westerwaldes nach Westerburg, wo ein Besuch im Eisenbahntechnischen Museum Westerburg auf dem Programm stand.
Den ersten längen Halt mit der Möglichkeit, auch Fotos vom Sonderzug zu machen, gab es in Hadamar, hier wurde die 52 8106 durch die örtliche Feuerwehr das erste Mal mit Wasser versorgt. Um 10:05 Uhr ging es dann weiter Richtung Westerburg. Es war fantastisch die 52 8106 zu hören, wie sie die langen Steigungen des Westerwaldes ohne Mühen erklomm.
Gegen 10:30 Uhr war Ankunft in Westerburg. Der Sonderzug wurde hier schon von den Mitarbeitern des Eisenbahntechnischen Museums erwartet sowie vielen Schaulustigen, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Während sich der Großteil der Fahrgäste die ausgestellten Fahrzeuge (u.a. die schwere Güterzugdampflokomotive 44 508 ) besichtigte, bereitete das Lok- und Zugpersonal den Sonderzug auf die weitere Fahrt vor: Zugreinigung, Ergänzung der Verpflegung, Abölen und Bekohlung der Lokomotive.
Der Schmiermaxe
Um 12:50 Uhr traf unser Sonderzug dann in Hachenburg ein. Hier wurde die Lok nochmals mit Wasser versorgt, diesmal von der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Hachenburg, die mit mehreren Tanklöschfahrzeugen vor Ort war.
An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die Feuerwehren, die bei den Sonderzugfahrten mit dazu beitragen, das diese stattfinden können, denn ohne Wasser geht nichts.
Beim Wassernehmen
Unser Sonderzug fuhr dann weiter nach Altenkirchen, wo der Lotse der Westerwaldbahn zustieg. Es ging dann auf der unteren Westerwaldbahn Richtung Selters und Siershahn, einer landschaftlich sehr schönen ehemaligen DB-Strecke, die heute der Westerwaldbahn GmbH gehört. In Neitersen wurde ein weiterer Halt für die Fotografen eingelegt, wegen Verzögerungen durch die Sturmschäden konnte die geplante Scheinanfahrt leider nicht stattfinden. Begleitet wurde unser Sonderzug von vielen Fotofreunden, die unterwegs immer wieder an der Strecke standen, um den Sonderzug im Bild festzuhalten.
In Selters ging es dann im Schritttempo durch die Werkshallen der Firma Schütz Behälterbau.
Werkhallendurchfahrt in Selters
Auch dies keine alltägliche Sache, auch nicht für eingefleischte Eisenbahnfans.
Nach Verlassen des Werksgelände wurde der mitgeführte Wasserwagen nach vorn, unmittelbar hinter die Lok rangiert um während der Fahrt das Wasser aus dem Kesselwagen in den Tender umzupumpen.
Über Montabaur, Limburg und Gießen trat unser Sonderzug dann wieder die Heimreise nach Treysa an, wo er gegen 22:20 Uhr eintraf.
Die sehr positive Resonanz (und der komplett ausgebuchte Sonderzug) wird bestimmt zu einer Neuauflage, dieser oder einer ähnlichen Fahrt, führen.
Aber der Autor denkt, das jeder Eisenbahnfan weiß, das gerade bei Sonderzugfahrten unter Dampf nicht immer alles so klappt, wie es geplant ist, zudem in diesem Fall die „Dame Emma“ ihren Anteil auch mit dazu beigetragen hat.
Aber der Resonanz der Fahrgäste war zu entnehmen, dass es, trotz einiger wenigen Kritikpunkte allen gefallen hat und viele sich auf eine Wiederholung freuen würden.
Wir hoffen, das alle, dehnen es gefallen hat , auf einer unser nächsten Fahrten wieder mit dabei sind, wir freuen uns auf Sie! (Autor: Dieter Köhler)
Die Lokmannschaft
Unser bestes Stueck
One Response to “Mit dem Sonderzug auf die Höhen des Westerwaldes!”
Hartmut on 28 Apr 2008 at 17:25 #
Hallo ihr lieben Eisenbahnfreunde!
Ich war von dieser Fahrt hell begeistert und nach der Rückkehr da war mir klar das war nicht die letzte Fahrt die ich mit euch durch geführt habe. Es war auch sehr fazinierend mal an einem Sonntag durch ein Fabrikgelände zu fahren und das noch mit einem Dampfzug wo hat man schon mal diese Möglichkeit.
Ich kann nur dazu sagen:
Ihr seit Spitze nur weiter so machen.
Selbst meine Frau ist sehr begeistert von euch
Viele Grüße aus Buchenau (Lahn)
Hartmut